Poker

Ob Poker seine „grassroots“ beim Domino des chinesisches Kaisers Mu-tsung, beim persischen Kartenspiel „As Nas" hat oder – nach deutscher Ahnenforschung vom Pochspiel abstammt. Whatever! Was zählt ist: Das Spiel lebt. In jüngster Geschichte kam es aus den Vereinigten Staaten in die Casinos der Metropolen Europas.


Over the ocean
Die pure Spielkarte fand von Indien und China nach Frankreich. Von dort wanderte sie mit den Siedlern im 18. Jahrhundert aus nach New Orleans. Das Spiel nannte sich „poque". Es kannte bereits Bluffen und Setzen sowie die „Farben“ Spaten, Kreuz, Herz, As. Mit den Riverboats dampfte Poker über Ohio und Mississippi in den wilden Westen und die Saloons der Städte. In der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges entstanden Variationen wie Stud- und Draw-Poker. Seither ist Poker untrennbar verbunden mit Freiheit & Abenteur, bei denen Hollywood Regie führte. Warum sonst ist Poker so tief in der US-Lebensart verwurzelt, wo „poker-faced“ „völlig unbeteiligt“ heißt oder sich “stiff as a poker“ übersetzt als „stocksteif“.

Texas Hold´em
Mitte des 19. Jahrhunderts ersetzte ein 52er-Kartenpack das 32er-Kartendeck, die ersten Regeln wurden geschrieben, Straight und Flush kamen hinzu und das Spiel wurde variiert um Five Card Stud und Five Card Draw. Aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts datieren die Vorläufer des heute in Casinos bekannten Texas Hold 'em. Zum ersten Mal liegt eine Gemeinschaftskarte (Board Card) auf dem Tisch. Nur ein halbes Jahrhundert später hatte Poker seine Premiere als big player: Das erste professionelle Poker-Turnier fand 1969 in Nevada statt. Heute ist Pokern im Casino „art of entertainment“, Lebensgefühl und Lifestyle, Sujet vieler Bond-Filme.

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