Baccara

Wer wie James Bond Karten ohne komplizierte Regeln spielen möchte, wählt das distinguierte Baccara.

007 spielt gern Baccara. Doch auch für Sie ist Baccara das Richtige, wenn Sie Kartenspiele ohne komplizierte Regeln, aber mit Charme und Temperament mögen. Sie spielen gegeneinander – das Casino ist nur Ort des Duells à la carte. Baccara wird mit sechs Decks französischer Karten zu 52 Blatt gespielt. Sie tasten sich – wie beim Black Jack – an eine Zahl heran. Diese ist jedoch anders – einstellig: Sie müssen mit maximal drei Karten möglichst 9 Punkte erreichen (Points) – und Ihren Gegenspieler übertreffen.

Drei Karten – ein Ziel
Der Croupier mischt die Karten. Er ordnet sie in den Schlitten und übergibt ihn an den Spieler, der als Bankhalter fungiert: Der Croupier bittet um die Einsätze und beendet das Spiel. Sie als Bankhalter ziehen einzeln die Karten. Die erste und dritte legen Sie verdeckt vor Ihren Gegenspieler (der mit dem höchsten Einsatz in der aktuellen Spielrunde, Coup). Zwei bekommen Sie, ohne die Points zu verraten. Die beiden Karten werden nur dann sofort aufgedeckt, vom Bankhalter oder Gegenspieler, wenn sie acht oder neun Points tragen. Gespielt wird um den Bankeinsatz.

Ein Spiel – eine Bank

Haben weder Bankhalter noch Gegner „Acht” oder „Neun”, so entscheidet zunächst der Gegenspieler, ob er eine weitere Karte wünscht – oder nicht, wenn er sich nah genug der 9 fühlt. Wer zwei Bilder hat, wird kaufen, weil Bilder Null zählen. Wer einen, zwei, drei, vier Points hat, kauft, um an die „9“ heranzukommen.

Farben und Werte
Baccara
hat eine ganz eigene Zählweise: Kommt zu einer 5 eine 8, addiert sich dies nicht zu 13. Vielmehr zählen nur die „Einerwerte“, die „Zehner“ fallen unter den Tisch. D.h. Sie haben 3 Points. Kein Risiko. Sie kaufen eine Karte: 5. Das macht 8. Oder: Zur 8 gesellt sich ein Bube. Das heißt für Sie: Weiterhin 8. Sie decken sofort auf. Das Spiel geht an Sie. Und Sie halten weiter die Bank oder nutzen das Recht, sie weiterzureichen (Suite-geben). Scheitern Sie, verlieren Sie nicht nur das Spiel, sondern auch das Bankrecht: Die Bank hält nun beim nächsten, rechten Tischnachbarn. Das verrät, warum Baccara in Frankreich auch Eisenbahn „Chemin de fer“ heißt.

Übrigens
Baccara ist eine der wenigen Gelegenheiten, selbst einmal eine Bank zu führen. Dabei ist der Bankhalter dem Gegen-Spieler gegenüber nicht im Vorteil. Die Chancen sind für beide gleich. Und das Casino ist nur dabei: Es bekommt vom Gewinn des jeweiligen Bankhalters eine Provision (Taxe, „Cagnotte”).

Spielzeiten: Fr. und Sa. ab 19 Uhr

Spielbank Stuttgart