Spielautomaten in Stuttgart.

Aus den einarmigen Banditen von einst wurden Hightech-Maschinen, mit denen die digitale Technologie in das Glücksspiel eingezogen ist.

Es gibt sie noch, die echten Typen im Casino: Die „einarmigen Banditen“ aus alter Western-Zeit. Doch kaum einer weiss, dass einer der Väter dieser Spielautomaten ein Deutscher war. 1890 stellt der Auswanderer August Frey die ersten in den USA auf, einfache Würfel-Geräte ohne Auszahlungs-Mechanik. Doch schon 1893 konnten die Maschinen die Gewinne selbst, ohne menschliches Zutun, ausgeben. Die ersten Spielautomaten hatten eine dem Roulette nachempfundene Scheibe. Wenig später entstand der Drei Scheiben-Automat, Urahn der Münzgeräte für das Glücksspiel.

Klassisch automatisch
Die Idee, Automaten für das Spiel zu kultivieren, lag nah. Frühe „Automatische Verkaufsbehälter“ boten Zigarren an. Die ersten Maschinen, bei denen es ums Glücksspiel ging, summten in Großbritannien. Hier entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die Vorläufer der Slotmachines. In den USA fanden 1910 die schüchternen Motive „Kirsche“ und „Erdbeere“ auf die Walzen der Spielautomaten. The Times they are changing. Und es wurde weiter getüftelt und gespielt: Bald wurden klassische Casinospiele wie Poker, Black Jack oder Roulette für das Automatenspiel interpretiert.

Digital und automatisch
Heute stehen einarmige Banditen unter Artenschutz. Denn die Digitalisierung hat auch vor Spielautomaten und Glücksspiel-Geräten nicht halt gemacht. Doch etwas hat bei allem Hightech und der großen Vielfalt Bestand: Fortuna entscheidet! Das Klappern der Münzen ist einem sanften Schnurren gewichen, wenn der Acceptor Geldscheine einzieht.

Übrigens 
Das Design der „einarmigen Banditen“ stammt von einem ab: Anfang der 50er Jahre entwarf der US-Künstler Frank Polk die typisch amerikanischen Glücksspiel-Automaten. Sie hatten Form und Größe von Indianern und Cowboys; rechts ein Zughebel. Geboren war die Ikone des einarmigen Banditen im Glücksspiel.

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