Im Jahre 1897 folgte dann das Spielgerät „Liberty Bell“ des aus Schwaben nach San Francisco ausgewanderten Charles August Fey. 1907 schlossen sich Fey und die Mills Novelty Company zusammen und produzierten ab 1910 Spielgeräte mit den bekannten Fruchtsymbolen. Daher stammt die nach wie vor in Großbritannien gebräuchliche Bezeichnung „Fruitmachine“. In den USA werden die Geräte dagegen hauptsächlich „Slotmachines“ und in Australien „Pokermachines“ genannt.
Als Reaktion auf eine immer restriktivere Glücksspielgesetzgebung und öffentliche Kampagnen gegen das Glücksspiel, wurden die Hersteller der Geräte zunehmend „kreativ“ indem sie das Glücksspielgerät mit Verkaufsgeräten (Kaugummi/Warengutscheinen) kombinierten (1910 – ca. 1922).
Im Zuge der Prohibition wurde ab 1920 das Glücksspiel (wie auch der Alkoholkonsum) gänzlich verboten, was aber lediglich zur Folge hatte, dass illegale Angebote ihren Betreibern zu unerwartetem Reichtum verhalfen. So wurden 1931 in New York mehr als 25.000 Slotmachines betrieben.
Die Prohibition wurde Ende 1933 wieder aufgehoben, doch blieben die Slotmachines in den meisten Bundesstaaten weiterhin verboten. Auch heute noch ist die Herstellung von Slotmachines auf wenige lizensierte Hersteller und deren Betrieb in den USA nur auf einige Bundesstaaten (Nevada, Gebiete von Idaho, Maryland, Indianerreservate) beschränkt.
In Deutschland dürfen echte Glücksspielgeräte nur in konzessionierten Spielbanken unter strengsten Auflagen angeboten werden.